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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Szenario "Sicherheit neu denken"

16. Sep 2021 – 19:00 Uhr , Großer Saal im Gemeindehaus St. Marien, An der Marienkirche 6-9, Osnabrück

Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik

Veranstaltung zur Vorstellung, Diskussion und Weiterführung des Projektes „Sicherheit neu denken“ in Osnabrück

Referent: Ralf Becker, Projektkoordinator des Szenarios „Sicherheit neu denken“

Veranstalter: pax christi-Regionalverband OS/HH, Friedensort Osnabrück sowie weitere Organisationen

Worum geht es bei dem Szenario?

Die aktuelle Sicherheitspolitik setzt vornehmlich auf eine milliardenschwere Unterhaltung und den Ausbau des Militärs, ohne dass die Welt dadurch nachhaltig sicherer wird. In den Konflikten der letzten Jahrzehnte in Afghanistan, Libyen oder Irak hat sich gezeigt, dass die Erwartungen und Ziele, mit denen das Militär zur Konfliktregelung ins Feld geschickt wurde, zu hoch gegriffen und unrealistisch waren. Doch was wären die Alternativen?

Diese Frage stellte sich auch die Ev. Landeskirche in Baden und entwarf in einem mehrjährigen Prozess das Szenario „Sicherheit neu denken“. Ziel des Szenarios ist es, analog zum Ausstieg aus der Atomenergie hin zur erneuerbaren Energiewirtschaft, einen Umstieg auch in der Sicherheitspolitik von einer reinen militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik zu organisieren. Dass wir heute auf regenerative Energieversorgung umsteigen können, verdanken wir Visionären, die vor 30-40 Jahren experimentell in die regenerative Energiegewinnung mit Windrädern, Fotovoltaik etc. eingestiegen und deren Entwicklung vorangetrieben haben. Und seit zehn Jahren ist die Technik soweit, dass ein Umstieg möglich ist. Der gleiche Weg soll in der Sicherheitspolitik gegangen werden.

Seit ca. 20 Jahren gibt es verschiedenste Projekte zur zivilen Konfliktregelung, auch mit staatlicher Förderung: Ausbildung und Einsatz von Friedensfachkräften, Konfliktprävention, Konfliktmanagement, Mediation etc. mit nachweislichen Erfolgen.

Solche Projekte müssen aus ihrem Schattendasein geholt, unterstützt und weiterentwickelt werden.

Das Szenario „Sicherheit neu denken“ lenkt das Denken in eine andere Richtung, stellt einen Perspektivwechsel dar. Es ist eine kraftvolle Vision, sich das Verteidigungsministerium als ein Friedensministerium zu denken und es Schritt für Schritt dahin zu entwickeln.

Im vergangenen Jahr hat die Organisation „Ohne Rüstung leben“ seine LeserInnen gefragt, wo die Politik ansetzen sollte, um tatsächliche Sicherheit und eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen zu schaffen. 370 Menschen haben ihre Ideen mitgeteilt. Die Antworten haben gezeigt, wie viele Möglichkeiten es gibt, die Welt mit zivilen Mitteln sicherer und zukunftsfähiger zu machen. Gedankliche Grenzen müssen dabei überwunden werden und Sicherheit darf von der Politik nicht länger einseitig militärisch betrachtet werden. Es braucht Menschen, die Sicherheit neu denken.

Gerade junge Menschen sind auf der Suche nach Visionen, nach Ideen, wie eine andere Gesellschaft aussehen kann. Da ist das Szenario anschlussfähig, weil es um Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit geht – und das mit gewaltfreien Mitteln.

Das Szenario „Sicherheit neu denken“ sollte auch als Möglichkeit und Chance gesehen werden, die Erfahrungen der praktischen zivilen Friedenseinsätze und die Erkenntnisse der Friedensforschung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Szenario hat eine Offenheit, die zum Mitdenken einlädt. Denn Sicherheit brauchen wir alle und wir müssen aushandeln, was wir wie erreichen können – und das gemeinsam. Welche Strategien, Vorgehensweisen, Methoden sind effektiv, nachhaltig und weniger kostenintensiv?

Weitere Infos zum Szenario gibt es auf der Homepage: https://www.sicherheitneudenken.de/

 

Zeiten

  • 16. Sep 2021 – 19:00 Uhr

Adresse

  • Großer Saal im Gemeindehaus St. Marien, An der Marienkirche 6-9, Osnabrück